Was ist Conditional Access (bedingter Zugriff) in Entra ID?
Conditional Access ist ein Regelwerk in Microsoft Entra ID, das den Zugriff auf Unternehmensdaten von Bedingungen abhängig macht – etwa Standort, Gerätezustand oder Anmelderisiko. Für jede Anmeldung wird geprüft, ob eine zusätzliche Bedingung wie MFA oder ein konformes Gerät erfüllt sein muss. So wird Sicherheit gezielt statt pauschal umgesetzt.
Signale, Bedingungen und Kontrollen
Eine Richtlinie besteht aus Signalen (Wer? Woher? Womit? Wie riskant?) und daraus abgeleiteten Kontrollen. Typische Signale und steuerungen:
Benutzer/Gruppe, Anwendung und Aktion als Geltungsbereich
Standort über benannte Netzwerke oder Länderfilter
Gerätezustand: konform (Intune) oder Entra-Hybrid-/Entra-eingebundenAnmelderisiko und Benutzerrisiko über Entra ID Protection
Bewährt sind Richtlinien wie: MFA immer ausserhalb bekannter Standorte, Blockieren von Legacy-Authentifizierung, Zugriff auf Administrationsportale nur von konformen Geräten oder Einschränkung von Downloads bei nicht verwalteten Geräten über App-erzwungene Sitzungssteuerung.
Voraussetzungen
Conditional Access setzt in der Regel Entra ID P1 voraus; risikobasierte Richtlinien benötigen P2. Diese Lizenzen sind unter anderem in Microsoft 365 Business Premium (P1) bzw. E5 (P2) enthalten.
Zusammenfassung
Conditional Access verknüpft Signale wie Standort, Gerät und Risiko mit Kontrollen wie MFA oder Blockierung. So greift Schutz genau dort, wo er nötig ist. Voraussetzung ist Entra ID P1, für risikobasierte Regeln P2.
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