Fristen im Detail
Die Standardwerte unterscheiden sich je nach Dienst. In Exchange Online lassen sich die Recoverable-Items-Fristen anpassen, in SharePoint/OneDrive gilt ein zweistufiger Papierkorb.
| Dienst | Ablage | Standardfrist |
| Exchange Online | Gelöschte Elemente | bis manuell geleert |
| Exchange Online | Recoverable Items (Wiederherstellbar) | 14 Tage (bis 30 konfigurierbar) |
| SharePoint / OneDrive | Papierkorb Stufe 1 + 2 | 93 Tage gesamt |
So funktioniert die Wiederherstellung
In Outlook lassen sich kürzlich gelöschte Objekte über „Gelöschte Elemente wiederherstellen“ zurückholen, auch nach dem Leeren des Ordners. In SharePoint und OneDrive holt der Papierkorb Dateien zurück; nach Stufe 1 wandern sie in den Papierkorb der Websitesammlung (Stufe 2), auf den Administratoren zugreifen.
Warum das kein Backup ersetzt
Diese Fristen sind Aufbewahrungsmechanismen, keine Datensicherung. Nach Ablauf sind Inhalte endgültig entfernt. Gegen versehentliche Löschung über längere Zeiträume, gegen Ransomware oder gegen böswillige Löschung durch Innentäter hilft nur ein separates Microsoft-365-Backup mit eigener Aufbewahrung.
Zusammenfassung
Exchange bewahrt gelöschte Elemente rund 14 Tage wiederherstellbar auf, SharePoint/OneDrive bis 93 Tage. Diese Fristen sind kein Backup – für längere oder garantierte Wiederherstellung braucht es eine dedizierte Sicherung.
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